Herausforderung für Orchester und Komponist

DOG-Orchester, Axel Bähr, Xaver Paul Thoma

Weihnachten für Orchester
Solch ein Stück zu spielen erforderte von dem Jugendsinfonieorchester nicht nur eine enorme Probenarbeit, sondern auch spezielle Spieltechniken, die traditionell weniger im Gebrauch sind. Das Orchester und der Komponist stellten sich gemeinsam dieser Herausforderung und waren, wie ein begeistert applaudierendes Publikum, mit dem Ergebnis hoch zufrieden. Den Dank an den Komponisten, der unter den Zuhörern weilte und einleitend einige Hinweise gegeben hatte, drückte eine Sprecherin des Orchesters (Theresia Knoblauch)durch ein Plakat und ein kleines Präsent aus, das sie mit der Hoffnung verknüpfte, dass der Komponist noch einmal etwas für dieses Jugendorchester schreiben möge.
Fränkische Nachrichten 23.12.2000

Das Glänzen der Lichter vertont

Jugendsinfonieorchester des Deutschorden- Gymnasiums unter der Leitung von Axel Bähr

Mit grosser Spannung hatte das Publikum auf die Uraufführung des Stückes "Weihnachten 2000" von Xaver Paul Thoma gewartet. Man muss sich das vor Augen halten: Einer der bedeutensten Komponisten für Kammermuskwerke, der zum Beispiel Opern und Ballettmusik komponiert, schuf speziell für das Mergentheimer Jugendsinfonieorchester und abgestellt auf dessen vorhandene Instrumentierung ein eigenes Werk.......
Tauberzeitung 23.12.2000

Weihnachten 2000 von X. Thoma war der Höhepunkt

Xaver P. Thoma nahm als Ausgangspunkt für seine Mergentheimer Komposition Weihnachten für Orchester ein Orgelstück (op. 145/3) von Max Reger. Dieses setzte er in Orchesterstimmen um, die aber wiederum weiter ergänzt und modifiziert wurden. Während etwa Regers Stück leise in Moll beginnt, setzt Thoma in Dur und mit einem gewaltigen Fortissimo der gesamten Instrumente ein. In einem variantenreichen sinfonischen Spiel treten danach Motive aus verschiedenen Weihnachtsliedern mit- und gegeneinander geführt auf, ergeben eine moderne Polyphonie, die sich in unterschiedlichen Tempi und Tonarten zu einem Klangbild entwickelt, wie es der Besucher eines Weihnachtsmarktes vernehmen würde, wenn er alle dort gespielten Lieder gleichzeitig hören könnte. Dennoch sind auf fantastische Weise Einzelheiten herauszuhören: Das zarte Harfenspiel vertont dazwischen ein Glänzen und Glitzern des Weihnachtsschmuckes und der Lichter; die Pauke bringt den Marktlärm herein. Zielpunkt wird ein großes Crescendo, das abrupt abbricht (Zu viel „Weihnachten" auf unseren Märkten?) und in sanfter Anmutung, nur mit den Streichinstrumenten, die traditionellen und schlichten Lieder „Vom Himmel hoch" sowie „Stille Nacht" zitiert, womit Thoma vielleicht den ursprünglichen Gedanken der Weih- ! nacht bewusst macht.